Die Slow Media Types: Ergebnisse der repräsentativen Studie

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Eine Veranstaltung der re:publica

Das Slow Media Manifest ist 5 Jahre alt, in 10 Sprachen übersetzt, von vielen Doktorarbeiten theoretisch durchleuchtet und weltweit Thema von Kongressen. Bruce Sterling sieht in Slow Media die europäische Alternative zu Silicon Valley. Wir haben eine Studie mit 2.000 repräsentativen Interviews durchgeführt, die den Fragen auf den Grund gehen: Gibt es Slow Media? Haben sie gesellschaftliche Relevanz? Was bedeutet es, slow zu handeln, entscheiden und zu denken? Wir stellen die Ergebnisse vor. Vor 5 Jahren haben wir, Sabria David, Benedikt Köhler und Jörg Blumtritt, das Slow Media Manifest geschrieben. Es hat großes Aufsehen erzeugt, wurde in 10 Sprachen übersetzt. Viele Master- und Doktorarbeiten wurden darüber geschrieben, Kongresse widmen sich weltweit dem Thema, Museen wenden Slow Media Kriterien für die Ausstellungsarbeit an (wie z.B. das Deutsche Museum für seine Ausstellung "Willkommen im Anthropozän"). Der Schriftsteller Bruce Sterling sieht in Slow Media sogar den Weg zu einer europäischen Alternative zu Silicon Valley. In der Medienwelt ist seither viel passiert - Facebook und Twitter sind an die Börse gegangen, Manning und Snowden haben uns die Spitze des Surveillance-Alptraums gezeigt, und Smartphones sind zum "First Screen", zum führenden Medienkanal geworden. Daher die Frage: Gibt es so etwas wie Slow für Medien auch für die Menschen außerhalb unserer Medien-Filterblase? Ist es nur ein Lifestyle-Etikett oder verbirgt sich hinter Slow Media wie auch hinter Slow Food eine “slowe” Grundhaltung, die sich auch in Verhalten, Entscheidungsmustern und Überzeugungen ausdrückt und damit vorhersagbar wird? Für Autoren und Publisher ist diese Frage unverändert wichtig. Lohnt es sich, kompromisslos in Qualität zu investieren? Gibt es Menschen, die Medien wertschätzen? Was bewegt sie? Welche anderen Eigenschaften haben diese Slow Media Typen? Zeigen sich mediale Interdependenzen? Werden mediale Erfolge mit dem Konzept erklärbar? Gibt es Zusammenhänge mit politischen, moralischen, kulturellen Einstellungen? Wir Autoren des Slow Media Manifests haben unter wissenschaftlicher Leitung des Medienforschers Hans Georg Stolz vom Institut für Publizistik der Universität Mainz eine Studie aufgesetzt, die Slow Media in der Gesellschaft auf den Grund geht. Durchgeführt wurde die Studie durch das Marktforschungsinstitut d.core. d.core hat dazu 2.000 Menschen interviewt, die in einer repräsentativen Stichprobe zur Teilnahme an der Studie eingeladen wurden. Heute wollen wir zum ersten Mal die Ergebnisse vorstellen.

Speaker

Jörg Blumtritt, CEO Datarella GmbH

Sabria David, Co-Founder, Slow Media Institut

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