Pressestimmen zur MCB16 (1)

Erste Pressestimmen zur Media Convention Berlin 2016

- Patrick Beuth auf ZEIT ONLINE über Edward Snowdens Liveschalte auf der ‪#‎MCB16‬: „Der Whistleblower gibt sich in aller Regel eloquent und höflich, wenn er öffentlich redet. Aber auf der Media Convention Berlin, der Parallelveranstaltung zur re:publica, zeigt er während einer Videokonferenz überraschend deutlich, wie enttäuscht und genervt er ist, dass er noch immer in Russland“.

- Beitrag im ZDF heute journal über #rpTEN und #MCB16

- Dennis Horn auf wdr.de: Stanford-Professorin Barbara van Schewick zitiert den Politsatiriker John Oliver: „If you want to do something evil, put it into something boring.“ Die letzte Chance, die Netzneutralität zu retten, hätten nun die Regulierer, deren Verband BEREC bis August Leitlinien zur Umsetzung der neuen EU-Regelungen vorlegen müsse. Gelingt das nicht, drohen uns Überholspuren im Netz – für van Schewick vor allem eine Gefahr für Start-ups, die sich eine schnellere Datenübertragung nicht leisten können: „Es ist wichtig, dass die Start-ups noch einmal mit den europäischen Politikern reden.“

- Fabian Wurbs auf welt.de: „Auch die Grabenkämpfe zwischen Bloggern und Journalisten, die einst um die Deutungshoheit im Web stritten, sind vergessen. Weblogs sind Teil der Medienwelt geworden, ohne eine Medienrevolution auszulösen. Klassische Medien und Blogs existieren mehr oder weniger in friedlicher Ko-Existenz nebeneinander. Da ist es fast logisch, dass seit 2014 im Rahmen der Re:publica die Media Convention Berlin stattfindet. Hier treffen sich Medienschaffende aller Art um über aktuelle Entwicklungen zu diskutieren – in diesem Jahr mit Live-Schalte zu Stargast Edward Snowden.“

- Jörg Breithut in der Stuttgarter Nachrichten: „Auf der Media Convention, die parallel zur Republica stattfindet, wehrt sich Oettinger gegen die Vorwürfe. Bisher gebe es keinerlei Gesetze für Netzneutralität in Deutschland, nirgendwo in Europa, sagte Oettinger am Montag. „Unser Ziel ist eine europäische Digitalunion“, dafür seien die Regeln der EU ein großer Fortschritt. Allerdings gibt Oettinger auch zu, dass die Verordnung ein Kompromiss ist. Er hält aber „die Balance für gelungen“.

- Christian Stöcker auf SPIEGEL online: Als Eben Moglen zum letzten Mal hier auf der Bühne stand, im Jahr 2012, trat er ähnlich apokalyptisch auf und hatte die gleiche Botschaft. Seitdem aber hat sich etwas verändert: Edward Snowden hat der Welt vorgeführt, dass Moglen recht hatte. Auf diesen Umstand nimmt der Juraprofessor und Aktivist für freie Software in seiner Eröffnungsrede bei der re:publica 2016 direkt Bezug. Genugtuung ist dabei aber keine zu erkennen ... "Was Snowden uns gesagt hat, war das, was wir alle befürchtet hatten", so Moglen weiter. Edward Snowden selbst war am Montag auch zu Gast in Berlin, bei der im Rahmen der re:publica stattfindenden Media Convention, aber wie gewohnt nur virtuell: Ein paar Stunden nach der Eröffnung wurde er in einem anderen Saal per Livestream zugeschaltet.

- rbb: „Mit der Media Convention und der re:publica ist Berlin Gastgeber gleich zweier Konferenzen, die beim Thema Medien und Digitales international von Bedeutung sind.“

- Beitrag rbb abendschau über 10 Jahre re:publica und die Live Schalte zu Edward Snowden auf der #MCB16.

- Kurt Sagatz auf tagesspiegel.de über die Auftritte des Regierenden Bürgermeisters Michael Müller und die Live-Schalte mit Edward Snowden auf der #MCB16: „Erst Michael Müller, dann Edward Snowden. Wo der eine „goldene Jahrzehnte“ sieht, warnt der andere vor dem Verlust der Privatsphäre“.

- Hauke Gierow auf golem.de über das Panel mit EU-Kommissar Oettinger auf der #MCB16: „EU-Digitalkommissar Günther Oettinger hat sich auf der Media Convention für den umstrittenen Kompromiss zur Netzneutralität eingesetzt. Die entsprechende Verordnung ist inzwischen in Kraft getreten, wird von Bürgerrechtlern und Aktivisten aber weiterhin kritisiert, weil sie Ausnahmen für bestimmte Spezialdienste vorsieht. Oettinger verteidigte den Kompromiss auf der zeitgleich und im gleichen Gebäude mit der Re:publica stattfindenden Veranstaltung als beste Regelung weltweit.“

- Andrea Diener in der FAZ: „Luciano Floridi, Philosophieprofessor aus Oxford und mit der undankbaren Aufgabe geschlagen, die Bühne mit Snowden zu teilen, sagte in einem Nebensatz etwas Lapidares, aber Wahres: seine Eltern hätten damals noch im Kino und im Auto geraucht, und die Umwelt habe man damals verschmutzt, dabei waren das auch keine schlechten Menschen. Man hat das damals eben so gemacht. Und wir gehen derzeit genauso sorglos mit unseren Daten um. Wir haben ein ziemliches Durcheinander angerichtet, und nun brauchen eben wieder wir einen Lernprozess, so Floridi. Wer wollte, konnte daraus ein wenig Optimismus ableiten: Die unschuldigen Jahre sind vorbei, aber wir können lernen, richtig mit dem Netz umzugehen, es braucht nur ein wenig Einsicht und die richtigen Gesetze.“

- Melanie Reinsch und Christine Dankbar in der Berliner Zeitung und der Frankfurter Rundschau über Luciano Floridi und sein Gespräch mit Edward Snowden: „Drangvolle Enge herrschte eine gute Stunde später im gleichen Saal. Der italienische Philosophie-Professor Luciano Floridi referierte darüber, warum es quasi ein Gebot der Menschenrechte ist, die Privatheit im Netz zu verteidigen. Weil angekündigt war, dass Whistleblower Edward Snowden aus Moskau live zugeschaltet sein würde, standen die Zuhörer in langen Schlangen vor dem großen Saal – die meisten vergeblich. Die, die sich noch reingequetscht hatten, bevor die Türen endgültig zublieben, erlebten einen witzigen Italiener und einen nachdenklichen, aber immer noch kämpferischen Exil-Amerikaner.“

- Berliner Morgenpost: „Die zehnte Republica ist gemeinsam mit der Media Convention Berlin gestartet. Drei Tage lang werden Zukunftsvisionen entwickelt“.


Foto: Panel "Die vierte Revolution" mit Edward Snowden und Luciano Floridi, Foto © Ulf Büschleb