Neue Journalismusformate für neue Zielgruppen

In dem Talk "Neue Journalismusformate für neue Zielgruppen" haben Juliane Leopold (BuzzFeed Deutschland) und Max Hoppenstedt (Vice Deutschland) über Herausforderungen und Fragestellungen im aktuellen Journalismus gesprochen. „Die Zeit der Formate ist vorbei. Wer Formate braucht, hat keine Geschichte“, begann Leopold die Session. Sie nannte drei Punkte, die Arbeit und Rolle des Journalisten verändern: 1.) Das „Ende des Gatekeeping“, das vor allem durch Social Media und die Vielzahl an neuen Quellen bedingt sei. 2.) Die Beschleunigung von Informationen, durch die der Druck der Verifizierung steige. 3.) Die Notwendigkeit häufigerer Updates und Korrekturen: Journalisten müssten transparent machen, dass Kenntnisse sich verändern.

Die Zielgruppen und vor allem das Medium auf dem sie die Formate konsumieren, werden von Anfang an mitgedacht und für eine Zielgruppe, die zunehmend auf mobilen Geräten konsumiert, werden die Inhalte kurz gehalten, weniger Fotos oder Videos, die auch ohne Ton funktionieren. Für Max Hoppenstedt von VICE Motherboard geht es darum, dass Geschichten mit einer Haltung und Subjektivität erzählt werden.  Nah herangehen, für Recherchen z.B. monatelang in Foren chatten, Selbstversuche von Journalisten, das sind für ihn Geschichten, die momentan gut funktionieren. „Es ist richtig und wichtig, dass Journalisten subjektiv sind und dazu stehen.“