2015 | 05 | 06

Das macht Spaß! Neues Deutsches Fernsehen

Jeannine Michaelsen (Moderatorin), Rainer Maria Jilg (BR) und Matthias Murmann (btf) diskutierten angeregt zum Thema „Neues Deutsches Fernsehen“. Wie macht man gutes Fernsehen und auf welche Sendeplätze sollte man den Nachwuchs bringen? Welche Rolle sollte der öffentlich-rechtliche Rundfunk dabei spielen? Laut Jeannine Michaelsen brauche es Mut, Visionen und langen Atem um hochwertige Formate zu entwickeln. Sendungen wie „Joko & Klaas“ seien nicht von heute auf morgen erfolgreich geworden. Diesen Mut wünscht sie sich von etablierten Sendern, auch was attraktive Sendeplätze angeht. „Man braucht einen Türöffner und Visionär, um bei den Sendern einen Fuß in die Tür zu bekommen“, so Michaelsen.

Konventionen des Unterhaltungsfernsehens müssten aufgebrochen und Standards neu definiert werden. Herausforderung sei es, dass sich eine neue, junge Generation Fernsehmacher nicht nur auf Digitalsendern entwickle, sondern auch im linearen Fernsehen. Starre Senderstrukturen und eine alternde Zuschauerschaft des klassischen Fernsehens mache dies nicht leichter. Im besten Fall schafften es Formate auf verschiedenen Plattformen erfolgreich zu sein. Laut Rainer Maria Jilg stellt sich die große Frage, ob das lineare Fernsehen überhaupt an neue Trends anschließen kann oder ob es auf lange Sicht ganz ins Netz abwandern wird. Öffentlich-rechtliche Formate wie das „NEO Magazin Royale“ seien laut Matthias Murmann noch die Ausnahme. „Denkt mal frisch nach, wie man Geld in der heutigen Medienwelt für guten Content verteilen kann!“, so Murmann.