Der Kreativprozess verändert sich

In der Session “Data Driven Media” erklärte Scott Smith, Zukunftsforscher und Gründer von changeist, wie computergenerierter Inhalt in Zeitungen gelangen kann und vielleicht in Zukunft den Job des Journalisten überflüssig macht. Denn die Meldung in der L.A Times über das Erdbeben vom 17. März wurde nicht etwa von einem Reporter verfasst, sondern hat den Weg über einen Algorhythmus in die Zeitung gefunden. Der Programmierer Ken Schwencke entwickelte die Software „Quakbote“, diese bedient sich an Meldungen der Erdbebenwacht U.S. Geological Survey und fügt sie anschließend in ein fertiges Meldungsformular. Im Anschluss müssen nur noch ein paar Wörter eingefügt werden, um den Text rund zu machen. Dieser Roboter- Journalismus könnte bald öfter angewandt werden, sagt Smith. "Auch weil Untersuchungen ergaben, dass Leser häufig nicht auseinanderhalten können was, computergeneriert und was von einem Journalisten geschrieben worden ist." Ebenfalls können Sportmeldungen so einfach verfasst und simpel aktualisiert werden. Aber auch ganze Buchrezensionen müssen nicht mehr zwingend von einem Journalisten geschrieben werden. Dank der „Highlight“ Funktion auf dem Kindl werden interessante Passagen gespeichert und darüber Schnittmengen erstellt. Diese können im Anschluss aneinandergereiht werden. Alles was es dann noch braucht sind Testbausteine, die die einzelnen Elemente miteinander verbinden.

"Der traditionelle Kreativprozess verändert sich und ist nun auch auf einem anderen Weg denkbar: nämlich dann, wenn der Beobachter durch einen Sensor, der Editor durch einen Filter, und der Konsument durch ein Gerät ersetzt wird." Dennoch, Scott Smith blickt positiv in die Zukunft: „Big data is not generating creativity. We have to find the balance between technology and creativity.“