2014 | 05 | 06

Innovation through...

Im Panel Innovation through... sprachen Hunter Lee Soik, Rainer Stiefelhagen und Johannes Grenzfurthner über die größte Traumdatenbank der Welt, das Zusammenspiel von Technologie und Porno und Überwachungstechnik als Tool zur Videosuche.

 

Hunter Lee Soik über seine Traum-App SHADOW

"A dream we dream alone is only a dream. A dream we dream together can become reality."

Nach einigen Aufwärmübungen mit dem Publikum `Everybody stand up, it`s been a long day`stellt Hunter Lee Soik SHADOW vor. Die App weckt uns morgens und fragt nach unseren Träumen, die dann in der Cloud als Bild und Geschichte gespeichert werden. Sie kann also als eine Art `Instagram and Tumblr for dreams' beschrieben werden. Der Erfinder bestätigt, dass die gesammelten Daten zwar wertvoll für Werbezwecke wären, dies sei jedoch nicht der vorgesehene Nutzen. `SHADOW is supposed to be a long-term platform, also for future generations`, mit deren Hilfe auch vorherrschende gesellschaftliche Themen und Muster identifizierbar gemacht werden sollen. Ab Juli gibt es SHADOW zum Download.

 

Rainer Stiefelhagen über Möglichkeiten der Videosuche

"Ich möchte gerne Maschinen bauen, die sehen können."

Bei der "interaktiven Erkennung" können Programme Personen anhand verschiedener Merkmale, wie Alter, Geschlecht oder Kleidung erkennen. Dies kann beispielsweise als Tool für sehr detaillierte Videosuchanfragen genutzt werden (story based video retrieval). Genauso bietet diese Technologie aber auch Möglichkeiten Material von Überwachungskameras auszuwerten.

 

Johannes Grenzfurthner über Innovation durch Porno

Menschen sind sexuell definiert und benutzen Werkzeuge

"Diese beiden Dinge bringen uns weiter - mal mehr und mal weniger."

In einer Reise durch die Geschichte der Menschheit geht Johannes Grenzfurthner auf verschiedene Stationen ein, über den ersten Pornofilm, welcher bereits zwei Jahre nach dem ersten Film überhaupt entstand, den ´96 entstandenen ersten Sexfilm in Schwerelosigkeit bis zu computergenerierter Pornografie. Die ersten Dinge, die im Netz verkauft wurden, waren pornografische Materialien und auch Google Glass wird schon vielfach mit Pornografie in Verbindung gebracht. Technologie und Sexualität waren also schon immer miteinander verbunden - selbst wenn eine Technologie völlig unabhängig von der Pornografie entwickelt wurde: "Was Menschen mit Technologien machen, kann man nicht beeinflussen."