2014 | 05 | 07

Großbaustelle Qualitätsfernsehen: Die Zukunft des Öffentlich Rechtlichen Rundfunks liegt in der Crossmedialität

In der Session „Großbaustelle Qualitätsfernsehen“ diskutierten Dr. Carsten Brosda (Medienbeauftragter der Freien und Hansestadt Hamburg), Marc Jan Eumann (Staatssekretär für Bundesangelegenheiten, Europa und Medien), Thomas Frickel (Geschäftsführender Vorsitzender AG DOK), Prof. Hermann Rotermund ( (Leiter des Projekts Grundversorgung 2.0 an der Leuphana Universität) und Patricia Schlesinger (Leiterin des Programmbereichs Kultur und Dokumentationen beim NDR) die Zukunft des öffentlich-rechtlichen Fernsehens. Hier sehen auch die Vertreter der Öffentlich-Rechtlichen selbst Reformbedarf in den eigenen Reihen. Patricia Schlesinger: „Es geht nicht weiter wie bisher. Das System muss erneuert, die Transparenz gesteigert werden. Was wir brauchen sind schmalere Strukturen, ein schmalerer, flexiblerer Apparat!“ Thomas Frickel sieht die Lösung bei den Zuschauern:  „Die Beitragszahler müssen stärker eingebunden, der öffentlich-rechtliche Rundfunk in die Mitte der Gesellschaft geholt werden! Transparenz, Partizipation, demokratische Beteiligung für einen Kreativitätsschub im öffentlich-rechtlichen TV!“ In der Session ging es auch um Einführung des viel diskutierten Jugendkanals: „Die Akzeptanz bei Jugendlichen ist der Sorgenpunkt. Wir müssen viel in einen Jugendkanal investieren und diesen in der Primetime platzieren. Dieser muss öffentlich und nicht hinter verschlossenen Türen entwickelt werden“, so Prof. Hermann Rotermund.

Allgemeiner Tenor: Der Öffentlich-rechtliche Rundfunk hat nur Bestand, wenn er sich der digitalen Entwicklung stellt und über ein cross-mediales Konzept auch im Netz seine Zuschauer findet.