Fokus #MCB-Panel: Wer zahlt für Nachrichtenvideos im Netz?

Betrachtet man YouTube, vor allem in Deutschland, stellt man fest, dass die Inhalte auf der Plattform von klassischen Medienkonzernen dominiert werden. ProSiebenSat.1 (SevenOne, Studio71), Disney (MakerStudios) und die RTL Group (DiviMove, BroadbandTV und Stylehaul) vereinen einen Großteil der Nutzung auf ihre Inhalte. Mit dem Jungen Angebot von ARD & ZDF wird noch ein weiterer finanzstarker „alter“ Player hinzukommen. Doch obwohl es diese finanzstarken Player gibt, finden sich zu bestimmten Themen kaum Videos im Netz. Auf Nachrichtenportalen und YouTube gibt es Slideshows und Bilderteppiche, aber verschwindend wenig Nachrichten. Und wenn dann Nachrichtenvideos produziert werden, handelt es sich immer häufiger nur noch um aus Archivmaterial neukonfektionierte Schnipsel. Versagt in diesen Feldern der Markt? Warum lassen sich keine Nachrichtenvideos und journalistischen Inhalte für YouTube und Co. produzieren? Welcher Voraussetzungen bedarf es, dass wir auch im Netz in den Genuss von Nachrichten, Dokumentationen, Features und Co. kommen? Auf der #MCB16 diskutieren wir hierzu u.a. mit Friedrich Küppersbusch (Foto), probono Fernsehproduktion.

Nach seiner Laufbahn als Radio- und TV-Moderator u.a. von „Zak“ (WDR/ ARD) und „PrivatFernsehen“ auf YouTube (ARD) begründete er die Fernsehproduktion probono mit. Dort ist er als Geschäftsführer mitverantwortlich für viele preisgekrönte Produktionen wie „Maischberger bei n-tv“ (2000 - 2006) und „Raus aus den Schulden“ (RTL). Aktuell arbeitet er u.a. mit Serdar Somuncu, Gregor Gysi und Constantin Schreiber („Marhaba“, Grimme-Preis 2016). Zudem verfasst er die wöchentliche Kolumnen „Wie geht es uns, Herr Küppersbusch“ in der „taz“, Kommentare bei RadioEINS/RBB und NordWestradio/RB/NDR