2014 | 05 | 07

Content across borders! How to create Borderless Access to Public Broadcast in Europe

Wie lassen sich die Widersprüche zwischen nationalen, gebührenfinanzierten Fernsehinhalten und einem globalen Internet auflösen? Und wie müsste die Rechtesituation modifiziert werden, um einen Zugriff im EU-Raum zu ermöglichen?

Darüber diskutierten Ingrid Deltenre (Direktorin, EBU), Marie Humeau (EDRI) und Lorena Boix Alonso (EU Kommission). Moderatorin Solona Larsen machte bereits am Anfang auf die große Nachfrage auf Seiten der Nutzer nach diesem Angebot aufmerksam: “Citizen expect to be provided with material from all public broadcasters across Europe.” Ingrid Deltenre formulierte drei Problemlagen: Medienproduzenten sehen sich dem Druck ausgesetzt ihre Programme und Produktionen zugänglicher zu machen, müssen jedoch vor allem den nationalen Markt abdecken. Die Globalisierung der Filmindustrie, bei gleichzeitig hoher Diversifizierung, stellt ein weiteres Problem dar. Letztlich sehen sich global agierende Medienunternehmen einer Vielzahl nationaler Regulierungen ausgesetzt. Lorena Boix Alonso beschrieb die Aufgabe der EU Kommission, eine vereinfachte Rechtsgrundlage, insbesondere im Bereich Urheberrecht auf europäischer Ebene zu etablieren. Die Balance zwischen einem öffentlichen und privaten System schaffe die Vorraussetzung für ein pluralistisches Medienangebot. Marie Humeau zog das Resümee, dass der Markt bisher keine ausreichende Lösung für die Distribution “across borders” geliefert habe und nun die Legislative einschreiten müsse.