Geteiltes Leid ist halbes Leid?- (Medien-)Ethik in der Digitalen Sphäre

16.0017.00
de

Eine Veranstaltung der re:publica

Jeder einzelne von uns wirkt implizit politisch. Jeder von uns wirkt systematisch an der Realität der anderen mit. So stehen wir 2.0er unter ständigem Publikations- und Verhaltens-Druck: Leaks über Stars oder Regierungen, rassistische oder sexistische "Witze", Terror-Propaganda, politische Krisen und emotionale Reaktionen auf Katastrophen - das soziale Netz ist voll von Inhalten, zu denen wir in Echtzeit einen Standpunkt entwickeln sollen und müssen.

Die ständig bewegten Medien-Gezeiten aus Hypes und Shitstorms lassen uns unserer Rolle als Multiplikatoren nicht entkommen. Zeit für eine neue Ethik des (Nicht-) Teilens?

In dieser Session wollen wir die Rollen der drei Akteursgruppen im Medienbiotop analysieren: Unternehmen, Journalisten, User und wie sie „Realitäten“ wahrnehmen und verteilen.

Wer ist wofür verantwortlich? Wir fragen insbesondere uns selbst: Was sollten wir teilen und warum? Wie gehen wir z.B. mit Aufzeichnungen barbarischer Hinrichtungen um, ohne zu Handlangern der Terrormaschinerie zu werden? Wie können wir helfen, die Opfer von Netz- und Hetzkampagnen zu schützen? Und was ist eigentlich mit der Deutungshoheit?

Speaker

Petra Grimm, Leiterin, Institut für Digitale Ethik, HDM

Friedemann Karig, Autor, Moderator und Journalist

Stefan Niggemeier, Gründer, Bildblog

Prof. Dr. Bernhard Pörksen, Professor für Medienwissenschaft, Universität Tübingen

 

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