Geoblocking beenden: Dieser Inhalt sollte wirklich in Ihrem Land verfügbar sein

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Kurzthese: Wir hatten alle schon mal mit Geoblocking zu tun – digitale Grenzen, die uns daran hindern, aufgrund unseres aktuellen physischen Standorts auf bestimmte webbasierte Dienste zuzugreifen. In einem globalen Netzwerk und innerhalb eines geeinten Europas ist diese Praxis absolut unzeitgemäß. Werfen wir einen Blick darauf, wie diese digitalen Mauern aufgebaut werden – und wie wir sie gemeinsam niederreißen können.

Beschreibung: Die Europäische Kommission hat im Rahmen ihrer „Strategie für einen digitalen Binnenmarkt“ Maßnahmen zur Unterbindung von Geoblocking vorgeschlagen. Die rechtliche Debatte rund um dieses Thema hat begonnen und Ihre Teilnahme ist gefragt.

In diesem Vortrag werde ich die Verbreitung und die Auswirkungen von Geoblocking-Maßnahmen erörtern, die diversen Gründe für ihre Nutzung sowie die Argumente der Interessengruppen, die darum kämpfen, diese Praxis aufrechtzuerhalten. Ich werde darlegen, wem heutzutage die größten Nachteile durch Geoblocking entstehen, einschließlich Sprachminderheiten und Langzeitmigranten. Ich werde Argumente für eine Welt liefern, in der der Zugang zu Informationen und Medien nicht durch geografische Grenzen des politischen Gebildes eingeschränkt ist, in dem sich ein Leser zufällig befindet. Ich werde mögliche rechtliche Lösungen zur Eindämmung dieser Praxis aufzeigen, erörtern, welche dieser Lösungen heutzutage machbar sind und die Vorhaben der EU zu diesem Thema erläutern.

Zum Schluss werde ich das Thema in den breiteren Kontext der bevorstehenden EU-Reform des Urheberrechts setzen, Ihnen zeigen, was Sie zu erwarten haben und einige andere zentrale Themen darlegen, bei denen Ihr Engagement gefragt ist.

Speaker

Julia Reda, Politikerin, Mitglied Europäisches Parlament

 

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